Es ist soweit, unsere Kleinste hat heute Ihr Bergfest im ersten Lebensjahr erreicht. Drum versuche ich mal meine täglichen Gedanken und Worte an sie zusammen zu fassen:
6 Monate bist Du nun schon alt, wiegst 7.380 Gramm, misst 66 Zentimeter und Dein Kopfumfang beträgt 41 Zentimeter.
Du drehst Dich in einer Leichtigkeit vom Rücken auf den Bauch und zurück,
Du drehst Dich 360 Grad im Kreis und schiebst Dich auch gerne schon mal zurück. Du greifst bewusst nach Deinem Spielzeug oder anderen Gegenständen, die für Dich interessant aussehen,
Du beobachtest alles ganz genau,
Du testest schon Deinen Geschmack in den verschiedenen Gemüsebreien, die Mama für Dich kocht.
Du schläfst die Nächte zwar noch nicht durch aber das musst Du auch nicht.
Dafür schaffst Du es täglich, uns zum Lachen zu bringen, denn Du bist so freundlich, zufrieden und hast eine unbeschreiblich schöne Ausstrahlung. Du weißt, dass Du bedingungslos geliebt wirst und wir wissen, dass auch Du uns bedingungslos liebst.
Hach ja, wo ist nur die Zeit geblieben - gerade haben wir doch noch das erste Ultraschallbild betrachtet? Aber das kennt Ihr ja selbst. Früher als Kind, kam mir das Leben so langsam vor - heute suche ich noch immer den Schalter, den ich bedienen kann, damit die Uhr sich nicht ganz so schnell dreht - damit man die schönen täglichen Momente einfach ein bisschen länger festhalten kann.
Vor einem halben Jahr kam unsere Kleinste zur Welt - seit dem sind wir zu fünft. Wir genießen die Stunden, in denen wir alle zusammen sind. Aber in dem halben Jahr mussten wir auch feststellen, dass die Gesellschaft noch nicht wirklich auf eine Familie mit drei (oder mehr) Kindern eingestellt ist. Besonders hervorheben will ich an dieser Stelle die Tageskarten vom Freizeitpark, der Schwimmhalle, dem Museum etc. - es trifft uns zwar noch nicht, denn die Kleine kam bislang noch immer gratis mit rein - aber der günstige Familientarif erfasst doch immer nur die Familie mit zwei Kindern. Dabei habe ich das Gefühl, dass immer mehr Paare aller Einkommensschichten sich für mehr als zwei Kinder entscheiden. Aktuell hervorzuheben, war die Suche nach einer Pauschalreise sehr zeitintensiv, meistens war diese nicht mehr verfügbar, da eine Komponente (Flug, Transfer oder Hotel) bereits ausgebucht war - das Buchen von 2 Doppelzimmern mit Zustellbett wäre jedoch machbar gewesen - oder es war einfach unbezahlbar. Klar reist man zu fünft und man muss etwas tiefer in die Tasche greifen, aber die Beträge waren teilweise einfach nur ausverschämt.
Das aber nur mal so am Rande. Nun komme ich zum Wesentlichen, dem Genähten ;-)
Als ich vorgestern in der Ottobre 2/2002 geblättert habe, weil ich endlich mal die eine Bluse abpausen wollte, stieß ich jedoch auf ein zuckersüßes Baumwollkeid. Drum hatte ich dann spontan am gestrigen Tage die Eingebung, der kleinen Maus das Kleid zu nähen, damit wir Fotos für die "Meilensteinkarten" machen können.
Normalerweise nähe ich ja wenn sie schläft - aufgrund des Zeitdrucks ging das dann gestern nicht. Darum hat sie fleißig mitgewerkelt, einige Konen abgewickelt und sehr gut durchfeuchtet, aber es hat ihr sichtbar Freude bereitet mit Mama zu nähen.
Vernäht habe ich zwei Baumwollstoffe von Tante Ema - wir finden die Kombi Türkis und lila ja ohnehin so schön. Dazu gab es dann noch einen Sommerhut, der leider doch etwas zu groß ist. Aber auch da wächst sie noch rein, denn das Kleid ist in der Gr. 68 doch auch noch reichlich.
Habt ein schönes Wochenende. Ganz liebe Grüße, Andrea